Manchmal braucht es gar keine grosse Reise, um dem Alltag zu entfliehen und wieder richtig zu leben. Genau das dachten sich Sebastian und ich, als wir uns relativ spontan für einen Kurztrip nach Amsterdam entschieden.
Freitag 30. Juni 2023
Um die Kosten tief zu halten, flogen wir frühmorgens mit easyJet ab Basel. Frühmorgens bedeutet in diesem Fall: 3 Uhr aufstehen für den Check-in. Damit wir nicht wie zwei Zombies durch den Flughafen torkeln, gönnten wir uns ein Flughafenhotel. Bereits kurz nach 8 Uhr landeten wir in Amsterdam und waren bereit, die Stadt zu erkunden.
Das Wetter war traumhaft, also nutzten wir den Tag voll aus. Vieles erkundeten wir zu Fuss, doch ein Highlight war definitiv die Bootsfahrt durch die Grachten. Amsterdam vom Wasser aus zu sehen, ist wie ein Blick hinter die Kulissen – dieselbe Stadt, aber aus einer völlig anderen Perspektive. Für die ÖV hatten wir uns im Voraus über discoverholland.com ein 3‑Tages-Ticket besorgt. Gültig für Zug, Bus, Tram, Metro, Fähren und sogar den Flughafen-Transfer, was sehr praktisch war.
Mittags gönnten wir uns etwas Feines am Fisch-Imbissstand «Jonk Volendammer Haringhandel» – war mega lecker! Danach ging es ins Heineken Museum, wo wir nicht nur viel über Bier lernten, sondern auch… viel Bier tranken. Pro Person gibt’s zwei Degustationsbiere. Glück für uns, dass viele asiatische Touristen darauf verzichteten und ihre Gutscheine liegen liessen. Aus zwei Bier wurden so schnell ein paar mehr 🙂
Übernachtet haben wir auf dem Camping Zeeburg, etwas ausserhalb der Stadt. Mit der Tram ist man in rund 40 Minuten am Hauptbahnhof – absolut machbar. Unser Bauwagen war schlicht, aber völlig ausreichend. Die Sanitäranlagen top, das Restaurant direkt am Wasser richtig gemütlich. Perfekt für alle, die Amsterdam erleben wollen, ohne ein Vermögen für Hotels auszugeben.
Am ersten Abend gönnten wir uns im Mojo Japanese Kitchen ein All-you-can-eat-Sushi. Bestellt wird per iPad, geliefert vom Roboter. Ich war begeistert – Essen und Technik kombiniert, was will man mehr. Wir haben uns durch die Karte gefuttert, bis wir glücklich und kugelrund in unseren Bauwagen zurückrollten.
Samstag 1. Juli 2023
Am nächsten Tag nutzten wir unsere ÖV-Karten voll aus und fuhren nach Zaanse Schans. Ein kleines Freilichtmuseum mit schmucken Windmühlen, traditionellen Handwerksbetrieben und natürlich den berühmten Holzschuhen, den Klompen. Die Holländer lieben ihren Käse – wir Schweizer sind da etwas verwöhnt, aber probieren gehört dazu.
Abends gab’s dann ein richtig gutes Steak im Mr. Meat Steakhouse in Amsterdam. Sehr empfehlenswert.
Sonntag 2. Juli 2023
Am letzten Tag machten wir noch einen Abstecher nach Volendam, ebenfalls bequem per Bus erreichbar. Ein charmantes Städtchen direkt am Wasser, perfekt für einen gemütlichen Spaziergang und ein paar letzte Sonnenstrahlen, bevor es zurück nach Basel ging.
