Unsere Ferien am Thunersee begannen dieses Jahr mit einem sanften Ankommen: Am Samstagabend, dem 9. August, erreichten wir unser AirBnB in Leissigen. Wie immer wurden wir sehr herzlich empfangen. Die Zeit reichte gerade noch, um zum See hinunterzugehen und den Sonnenuntergang zu geniessen. Der Himmel brannte in warmen Farben, das Wasser glitzerte – ein perfekter Start.
Sonntag 10. August 2025
Der nächste Tag zeigte sich von seiner schönsten Seite: sonnig und herrlich warm. Perfektes Kajakwetter. Dieses Mal hatten wir neben dem Oru-Faltkajak auch mein Wildwasserkajak dabei. Zwar war ich damit nicht ganz so schnell wie Sebastian im Oru, aber für eine gemeinsame Tour reichte es allemal. Danach liessen wir uns von der Sonne trocknen, badeten im See und ich übte noch ein paar Eskimorollen im Kajak.
Am Abend fuhren wir hinauf zur Meielisalp. Von dort oben den Thunersee im Abendlicht zu sehen, war wunderschön. Ein feines Essen, ein goldener Sonnenuntergang – mehr braucht es nicht für einen perfekten Sommerabend.
Montag 11. August 2025
Für Montag hatte ich etwas Besonderes geplant: eine Bier-Degustations-Tour in Interlaken. Rund 8 Kilometer, 200 Höhenmeter, fünf Stationen, zehn Biere, ein Mittagessen und eine Schifffahrt – ein Programm, das sich sehen lassen kann. Schon um 10 Uhr morgens standen die ersten zwei Biere vor uns. Etwas früh, ja, aber es gibt definitiv Schlimmeres. Der Weg führte uns durch Interlaken Richtung Bönigen, und natürlich konnte ich es nicht lassen, unterwegs kurz in den erfrischenden Brienzersee zu springen.
Im Restaurant Oberländerhof – den wir ohnehin sehr mögen – warteten die nächsten zwei Biere und eine herrlich währschafte Rösti mit Käse und Spiegelei. Es war unglaublich lecker und das warme Wetter machte Durst. Danach brachte uns das Dampfschiff nach Burgseeli, wo wir zur nächsten Station hinaufsteigen mussten. In der Badi Burgseeli gab es erneut zwei Biere, und natürlich sprang ich auch dort wieder ins Wasser. Bei dieser Hitze war das pure Wohltat. Sebastian sah lieber vom Badi-Restaurant aus zu.
Zurück in Interlaken folgten die letzten zwei Biere – für mich dann doch zu viel. Ich stieg auf Ice Tea um, während Sebastian tapfer weiterprobierte. Den Abend liessen wir gemütlich im Garten unseres AirBnB ausklingen – mit Käsefondue und einem weiteren Sonnenuntergang am Thunersee.
Dienstag 12. August 2025
Wir wollten der Hitze entfliehen und suchten Abkühlung in der Höhe. Unser Ziel: die Kleine Scheidegg auf über 2000 Metern. Ab Grindelwald Grund brachte uns der Zug hinauf – direkt in eine Touristenhochburg. Also nichts wie weg und ab auf den Wanderweg Richtung Berggasthaus Männlichen. Unterwegs begegneten wir zwar noch einigen Menschen, aber es wurde schnell ruhiger. Die Berglandschaft war atemberaubend: blühende Wiesen, majestätische Gipfel, klare Luft. Trotz der Höhe war es erstaunlich warm, und wir kamen ordentlich ins Schwitzen.
Nach einer Stärkung im Berggasthaus Männlichen wanderten wir weiter über den „Lieselotteweg“ zur Mittelstation Holenstein und von dort über den „Öpfelchüechliweg“ zum Berggasthaus Brandegg. Von dort brachte uns der Zug zurück nach Grindelwald. Eine strenge Tour – aber jede Minute wert.
Am Abend gönnten wir uns ein feines Essen in der Pizzeria Lido Da Elio direkt am Thunersee. Ein perfekter Abschluss für einen intensiven Tag.
Mittwoch 13. August 2025
Den Mittwoch nahmen wir bewusst ruhiger. Eine kleine Kajaktour, viel Sonne, viel Wasser – genau das, was man nach einer Bergtour braucht. Abends gab es Raclette im Garten unseres AirBnB. Sommerferien können so einfach und so schön sein.
Donnerstag 14. August 2025
Am Tag der Rückreise wollten wir noch etwas aus dem Tag herausholen. Ein Zwischenstopp in Luzern bot sich an. Dort machten wir eine kleine Schifffahrt nach Beckenried und zurück. Das Wetter zeigte sich erneut von seiner besten Seite, und wir genossen die Fahrt in vollen Zügen.
