Auch in diesem Jahr hat es Sebastian und mich wieder ins Berner Oberland gezogen. Diese Region der Schweiz begeistert uns jedes Mal aufs Neue – wir staunen immer wieder darüber, wie viel man dort unternehmen und erleben kann. Und ganz zu schweigen von der beeindruckenden Natur, die uns schlichtweg fasziniert.

Wie schon in den vergangenen Jahren durften wir im Bed & Breakfast von Verena und Valentin Bunjaku übernachten. Die kleine Wohnung mit Gartenzugang liegt nur eine Minute vom Thunersee entfernt. Wir lieben es, im Garten zu frühstücken und dabei den See im Blick zu haben. Den direkten Zugang zum Thunersee nutzen wir sehr gerne und oft, entweder für ein erfrischendes Bad oder auch um die schönen Sonnenuntergänge zu betrachten.

Samstag 8. August 2026
In diesem Jahr sind wir direkt wieder am Samstagabend, 8. August angereist, nachdem Gabi vom KInderlager vom Kinderhilfswerk Kovive zurückgereist ist. Es ist zwar immer etwas streng, nach dem Lager nach Hause zu kommen, gleich wieder zu packen und dann wieder loszufahren. Anders herum kommt man am Abend noch am Thunersee an, kann noch gemütlich Abendessen und den Sonnenuntergang betrachten. Dann sind die Strapazen schnell vergessen.

Unterwegs machten wir Halt im „Kuriosa“ in Brienz, wo wir eine feine Pizza und die Biere der Jungfrau Brauerei probierten. Nach dem Einchecken schafften wir es gerade noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang am Thunersee. 

Sonntag 9. August 2026
Schon lange mal wollten wir in die Gletscherschlucht Rosenlaui – Rosenlaui ist übrigens die kleinste Ortschaft der Schweiz. Die Strasse hinauf war eng und voller Verkehr; rückblickend wäre das Postauto wohl die bessere Wahl gewesen. Doch wir fanden einen Parkplatz und tauchten ein in die beeindruckende Schlucht mit ihren engen Gängen und donnernden Wassermassen. Die Rosenlauischlucht hat uns sehr gut gefallen!

Anschliessend wanderten wir dem Rychenbach entlang über die Schwarzwaldalp zur Brochhütte, wo uns ein Zvieriplättli mit regionalen Spezialitäten erwartete. Abends gab es Fondue im Garten unserer Unterkunft, und zum Dessert spazierten wir noch ins Restaurant Kreuz in Leissigen.

Montag 10. August 2026
Der Montag führte uns ins Gasterntal bei Kandersteg – ein Ort, der für mich etwas ganz Besonderes ist. Die Fahrt hinein ist wahnsinnig spektakulär: eine schmale Strasse, dunkle Felstunnel und Felswände zum Greifen nah. Für die Nutzung der Strasse zahlt man 20 Franken, und die Strecke ist nur zeitweise jeweils von einer Richtung befahrbar. Platz für Gegenverkehr hat es nicht…

Das Tal selbst ist ein unberührtes Naturjuwel. Die Strasse fährt der Kander entlang und gibt immer wieder neue Einblicke ins Tal. Es ist im übrigen nur eine Kiesstrasse, dementsprechend geht die Reise ins Tal sehr gemütlich voran. Weit hinten im Tal kann man parkieren und es hat auch zwei Hotels zum Übernachten.  Wir hatten uns für eine gemütliche Rundwanderung zum Bergrestaurant Heimritz entschieden. Entlang der Kander wanderten wir gemütlich über Stock und Stein, begegneten einer neugierigen Ziegenherde und überquerten den Fluss auf einer abenteuerlichen Brücke. Beim Bergrestaurant Heimritz kehrten wir ein und genossen ein feines Essen, bevor wir uns auf die Rückfahrt machten. Der Abend endete mit einem Bad im Thunersee und einem Raclette im Garten – Sommerglück pur!

Dienstag 11. August 2026
Bei Globepaddler AG in Brienz mieteten wir zwei Seekajaks und paddelten auf dem türkisblauen Brienzersee vorbei an steilen Felswänden und den Giessbachfällen, die wegen des niedrigen Wasserstands nur wenig Wasser führten. Wir überquerten den See, gönnten uns unterwegs einen Desserthalt in Brienz und genossen ein Bad im erstaunlich warmen Brienzersee – 22 Grad!

Am Abend wartete ein Highlight: eine Rundfahrt mit dem alten Dampfschiff Blüemlisalp auf dem Thunersee. Das schöne Schiff ist ein Stück fahrende Geschichte – wir genossen darauf ein feines Abendessen, genossen die schönen Einblicke rund um den Thunersee und am Schluss wurden wir mit einem schönen Sonnenuntergang belohnt.

Mittwoch 12. August 2026
Wir fuhren mal wieder in den Touristenort Grindelwald. Parkten bequem im Parkhaus «Grindelwald Terminal» und nahmen das Postauto zur Pfingsteggbahn (kostenlose Nutzung, wenn man im Parkhaus Terminal parkiert). Mit der Seilbahn ging es hoch zur Pfingstegg, und wir entkamen schnell den Menschenmassen, indem wir den Wanderweg zum Berggasthaus Bäregg einschlugen. Das warme Wetter brachte uns ins Schwitzen, doch das Panorama entschädigte für alles. Es galt einige Höhenmeter zu überwinden. In der Bäregg genossen wir einen feinen Zmittag, bevor wir zurück zur Pfingstegg wanderten.

Bei der Pfingstegg konnten wir es nicht lassen, den Fly-Line auszuprobieren. Es war ein wirklich tolles und lustiges Erlebnis, so durch die Bäume zu schweben! Unseren letzten Abend verbrachten wir im Restaurant Kreuz in Krattigen, einem echten Geheimtipp: das Restaurant bietet eine hervorragende Küche und von der Terrasse hat man einen schönen Blick auf den Thunersee.

Donnerstag 13. August 2026
Schon war es wieder Zeit, nach Hause zu fahren. Das Berner Oberland hat uns einmal mehr gezeigt, warum wir immer wieder kommen: Natur, Genuss, Abenteuer – und diese besondere Ruhe, die man nur dort findet.