Wir freuten uns sehr, mal wieder mit Jeannine, Thomas und den Kindern Sandro und Livio in die Ferien zu fahren. Auffahrt und Pfingsten war im 2026 ungewöhnlich früh, daher fiel unsere Wahl wiederum auf Südfrankreich – genauer auf Narbonne Plage. Bereits im Jahr 2023 haben wir in Südfrankreich gemeinsam Ferien gemacht, damals jedoch in Vias. In Narbonne-Plage haben wir dieses Mal eine richtig coole Parzelle mit zwei Bungalows und einem Whirlpool auf einem Campingplatz gefunden. Das war ausschlaggebend für die Wahl der Region und demnach dem Standort unserer Ferien.
13. Mai – Anreise nach Genf
Sebastian und ich sind bereits am Abend vorher losgefahren und haben im ibis Styles Prévessin Genève Aéroport übernachtet. Die späte Anreise war in diesem Hotel sehr unkompliziert, es hatte genügend Parkplätze und das Zimmer war modern und grosszügig. Der Preis für uns beide zusammen inkl. Frühstück lag bei rund 100 Euro, was wir in Ordnung fanden. Früh am Morgen gab’s ein reichhaltiges Frühstück, sodass wir entspannt in den Tag starten konnten.
14. Mai – Regen, Drôme & Ankunft in Narbonne Plage
Unser Plan war, auf dem Weg nach Narbonne Plage einen Zwischenstopp an der Drôme einzulegen, um etwas zu paddeln. Die Drôme ist ein landschaftlich sehr schöner Fluss in türkisblauer Farbe, der je nach Wetterlage aber ordentlich Wasser führen kann. Genau das war der Fall: Es hatte die Tage davor geregnet und auch am Auffahrtsdonnerstag war’s nass.
Bei canoe-drome.com in Saillans hörte es zum Glück gerade rechtzeitig auf mit regnen. Die Dame am Empfang meinte, dass der Fluss aktuell nur für Leute mit etwas Erfahrung geeignet sei. Also bekamen wir ein Sit‑on‑Top‑Zweierkajak und machten uns auf den Weg. Die Fahrt war flott, abwechslungsreich und mit ein paar sportlichen Schwällen versehen. Eine Passage unter einer Brücke mussten wir umtragen – das wäre sonst eher ein Unterwasserabenteuer geworden. Kaum sassen wir wieder im Auto, regnete es in Strömen. Es war eine gute Entscheidung, noch eine kurze Kajakstrecke auf der Anreise nach Südfrankreich einzulegen. So hatten wir noch etwas mehr vom Tag als nur gerade Autofahren. War wirklich schön auf der Drôme!
Gegen Abend kamen wir im Camping Club La Côte des Roses 4* in Narbonne Plage an. Thomas, Jeannine sowie Sandro und Livio waren bereits kurz vor uns eingetroffen und hatten den Checkin erledigt. Wir hatten zwei Bungalows auf einer gemeinsamen Parzelle: ein 2er Bungalow für Sebastian und mich, und ein 6er Bungalow für die Familie. Verbunden waren die beiden über eine grosse Holzterrasse mit einem grosszügigen Tisch, Wind- und Sonnenschutz, Grill und dem Highlight: einem eigenen Whirlpool.
Für die zehn Tage zahlten wir zusammen rund 1600 Euro – für zwei moderne, top ausgestattete Bungalows wirklich ein super Preis. Kaffeemaschine, Geschirrspüler, Toaster, genügend Pfannen und Geschirr – es fehlte an nichts. Der Camping selber bot eine riesige Auswahl an Aktivitäten: Pool mit Rutschbahn, Fussball- und Volleyballplätze, Boccia, Trampolinpark, Minigolf, grosser Spielplatz, Tischtennis und sogar Pfeil und Bogen. Alle Aktivitäten waren im Preis inbegriffen. Der einzige Nachteil war jedoch, dass man zum Meer rund 15–20 Minuten laufen musste.
Wir richteten die Bungalows ein, gönnten uns ein paar Bier und holten beim Camping Pizza to go. Es war ziemlich windig, aber der Windschutz an der Terrasse hat es zum Glück etwas abgemildert.
15. Mai – Narbonne entdecken
Zum Baden war es noch zu frisch wegen des vielen Windes, also fuhren wir nach Narbonne. Die Stadt liegt am Canal de la Robine und hat eine kleine, gemütliche Altstadt. Wir schlenderten durch die Gässchen, besichtigten die Kathedrale St‑Just‑et‑St‑Pasteur, gönnten uns ein Eis und machten zum Abschluss eine Schifffahrt auf dem Kanal inklusive Schleusenfahrt.
Zurück auf dem Camping nahmen wir unseren Whirlpool in Betrieb, grillierten und die Kinder tobten sich im Trampolinpark aus.
16. Mai – VinoCap in Cap d’Agde
Am Samstag stand Erwachsenenprogramm an: In Cap d’Agde fand die VinoCap statt. Über 100 Weinproduzenten aus der Region stellten ihre Weine im Hafen vor. Für 7 Euro bekam man ein Weinglas mit Halterung für um den Hals und konnte danach so viel probieren, wie man wollte – was durchaus gefährlich werden kann.
Wir probierten uns fröhlich durch die Stände und füllten unseren Bollerwagen nach und nach mit feinen Weinen. Viele Weissweine in Südfrankreich sind eher süsslich und preislich sehr attraktiv, oft ab 6 Euro.
Später drehten wir eine Runde auf dem Riesenrad und spielten mit den Kindern Minigolf auf dem Campingplatz.
17. Mai – Pool & Pfeil und Bogen
Der Wind liess endlich etwas nach. Wir entspannten am Pool und machten später beim Pfeil-und-Bogen-Turnier mit. Abends erkundeten wir den Strand vor dem Camping und spielten eine Runde Kubb. Es war aber immer noch eher frisch, der Wind wollte einfach nicht nachlassen.
18. Mai – Wanderung La Clape & Gruissan
Das Wetter war durchzogen, also suchten wir eine Alternative zum Strand. Thomas fand eine Wanderung im Gebiet La Clape, genauer im Sektor La Goutine. Die Wanderung war abwechslungsreich über Hügel und durch Wälder, mit schönen Blicken bis zum Meer. Für das Wetter war sie gerade recht, um sich auch mal wieder etwas zu bewegen.
Auf dem Rückweg machten wir einen kurzen Abstecher zu den Salinen von Gruissan. Abends gab’s Burger und Pommes.
19. Mai – Kanutour auf der Orb
Sebastian und ich hatten eine Kanutour auf dem Orb gebucht. Der Anbieter canoeroquebrun.com war hervorragend: sehr freundlicher Empfang und eine ausserordentlich gute Instruktion.
Wir wählten die 10‑km‑Strecke von Vieussan nach Roquebrun. Schon nach wenigen Minuten kamen die ersten Schwälle. Zwischen den Schwällen war der Fluss jeweils wieder ruhig und gemächlich. Einige Schwälle waren sportlich und machten richtig Spass! Wir schafften sämtliche Passagen ohne Kentern – im Gegensatz zu einigen anderen, die weniger trocken blieben.
Zum Schluss konnte ich es nicht lassen, noch ein kurzes Bad im doch noch sehr frischen Orb zu nehmen mit Blick auf die imposante Brücke in Richtung Dorf.
20. Mai – Strandtag & Raclette
Wir legten einen Badetag in Narbonne Plage ein. Um uns den langen Fussweg zu ersparen, fuhren wir mit dem Auto direkt zum Strand. Dort gab es Toiletten, Restaurants und etwas mehr Infrastruktur.
Das Meer war noch frisch, aber wir kühlten uns trotzdem immer wieder ab. Der Wind hatte endlich nachgelassen und es wurde richtig warm. Nebensaison bedeutet: kaum Leute am Strand – herrlich.
Abends gab es Raclette und wir tobten uns nochmals im Hüpfburgenpark aus.
21. Mai – Béziers & Wein
Der Tag startete erneut mit einem Pfeil-und-Bogen-Turnier. Danach fuhren wir nach Béziers, einer der ältesten Städte Frankreichs. Besonders spannend war der Aufstieg auf den Turm der Cathédrale Saint‑Nazaire – die Aussicht über die Stadt und den Fluss Orb ist fantastisch.
Wir gönnten uns einen üppigen Waffel-Dessert, besuchten ein Weingut und kauften noch mehr Wein. Abends assen wir im Restaurant Au Rendez-vous des bateliers. Lustigerweise waren wir 2023 schon einmal dort – gemerkt haben wir es erst, als wir davor standen.
Wie jeden Abend gönnten wir uns zum Abschluss ein entspanntes Bad im Whirlpool.
22. Mai – Strand & Fondue
Das Wetter wurde immer wärmer. Wir verbrachten den Tag erneut am Strand von Narbonne Plage, diesmal etwas zentraler im Städtchen. Ein herrlicher Strandtag mit viel Sonne und einigen erfrischenden Badesequenzen im Meer.
Abends gab es Fondue und wir spielten Kubb und Brändi Dog.
23. Mai – Pool, Schaumparty & Grill
Es wurde immer heisser. Wir zogen an den Pool des Campings, den Männer übrigens nur in kurzen Badehosen betreten dürfen – sehr zur Belustigung von Jeannine und mir.
Am Nachmittag gab’s eine Schaumparty mit lauter Musik. Livio war als einziger voll begeistert, wir anderen hätten lieber unsere Ruhe gehabt. Später spielten wir nochmals Minigolf, grillierten lecker und entspannten ein letztes Mal im Whirlpool.
24. Mai – Heimreise
Nach zehn Tagen Sonne, Wind, Wein, Wasser und Whirlpool machten wir uns wieder auf den Heimweg. Mit vielen schönen Erinnerungen, einem gut gefüllten Bollerwagen und dem Gefühl, dass Narbonne Plage eine Region ist, die man gerne wieder besucht. Narbonne Plage hat uns wesentlich besser gefallen als Vias, welches wir vor einigen Jahren besuchten.
